Venenchirurgie PDF Drucken E-Mail

1. Konservative Therapie: Tragen von speziell angepassten Kompressionsstrümpfen.

Die konservative Therapie ist problematisch weil :

- Das tägliche Tragen von Kompressionsstrümpfen verlangt viel Disziplin und wird von vielen Patienten hauptsächlich im Sommer nur sehr schwer durchgehalten.

- Die Kompressionsstrümpfe Klasse II, die sich einigermaßen bequem anziehen lassen, erzeugen nicht genug Druck, um die Entwicklung der Erkrankung zu stoppen.

2. Crossektomie und Venenstripping :

Sind die klassischen Methoden der Venenoperation. Nach einem Schnitt im Leistenbereich oder der Kniekehle wird die erkrankte Vene kurz vor der Einmündung in die tiefe Vene durchtrennt und mit einer Naht verschlossen (Crossektomie). Über einen zweiten Schnitt im Kniebereich wird ein Stripping-Instrument durch die Vene eingeführt und diese komplett herausgezogen.

  • Diese OP-Technik wird meistens unter Vollnarkose durchgeführt
  • Die Rekonvaleszenz dauert ca. 3 Wochen
  • Die Kompressionsstrümpfe müssen für 5 Wochen getragen werden, - davon die erste Woche auch über Nacht

Defekte Verbindungsvenen zwischen tiefen Venen oder Muskelvenen und oberflächlichen Venen werden als Perforansvenen bezeichnet. Nach einem 2-3 cm langen Hautschnitt werden die Perforanten im Bereich der Muskelfaszie unterbrochen.

Krampfadern ( Varizen ) werden durch sehr kleine Schnitte ( ca 2-4 mm ) in der Haut entfernt.

3. Die CHIVA-Methode:  weitere Informationen

Ist eine fortschritliche Methode der Krampaderbehandlung, die von dem französischen Arzt Claude Franceschi entwickelt wurde. "CHIVA" ist die Abkürzung für die originale französische Bezeichnung der Methode und heißt wörtlich übersetzt : " ambulante, venenerhaltende, Blutfluss- korrigierende Behandlung von Krampfadern". Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Stammvenen im Bein vollständig erhalten bleiben (Organerhalt) und zudem weiterhin dem Kreislauf zur Verfügung stehen (Funktionserhalt). Es ist eine venenerhaltende Alternative zum Stripping.

4. Endoluminale Laserbehandlung

- Durch einen sehr kleinen Hautschnitt oder Nadelstich wird die Laserfaser in die krankhaft veränderte Vene eingeführt und damit "verschweißt" (verschlossen). Die krankhafte Vene wird nicht entfernt, sondern "stillgelegt".

- Diese Behandlungsmethode wird in örtlicher Betäubung durchgeführt. Im Vergleich zu einer Vollnarkose ist die körperliche Belastung somit deutlich geringer und die Gefahr von tiefen Venenthrombosen praktisch null.

5. Krampfader-Verödung

Eine Weiterentwicklung ist die Schaumverödung : Eine Verödungssubstanz in flüssiger Form oder als Schaumzubereitung wird in die erkrankten Venen gespritzt. Dies führt zu einer Verätzung der Veneninnenwand, einer (absichtlich herbeigeführten) Entzündung und anschließend zum Verschluß der behandelten Vene. Dieser Eingriff erfordert keine Betäubung.

 

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