Aknebehandlung und Behandlung von Aknenarben im HVZ Murnau PDF Drucken E-Mail

Akne ist eine Erkrankung der Talgdrüsen.

Die Talgdrüsen produzieren eine ölige Substanz, das Sebum.

Aus mehreren  Gründen können die Talgdrüsen beginnen, mehr Sebum zu produzieren. Auch die Hautzellen verändern sich und die Haut verhornt. Durch die gesteigerte Bildung von Hornmaterial wird die Ausgangsöffnung der Talgdrüsen verengt  und Talg kann nicht mehr austreten. Es bilden sich Mitesser. Wenn sich Bakterien (wie Propionibacterium acnes) in der verstopften Talgdrüse vermehren, werden aus den Mitessern Pickel. Die entzündeten Talgdrüsen können zu flächigen Entzündungen und nachfolgend zu Narben führen. Die Bakterienvermehrung begünstigt zusätzlich die Bildung von neuen Mitessern.

 

Ursachen / Risikofaktoren

An der Entstehung der Akne sind mehrere Faktoren beteiligt:

- Veranlagung - Aknebetroffene haben Talgdrüsen, die überempfindlich auf die männlichen Geschlechtshormone (Androgene) reagieren. Diese Komponente ist nicht beeinflussbar. Patienten, die eine ausgeprägte Veranlagung dazu haben, werden dauerhaft Probleme mit der Haut haben und auf spezielle Pflegemittel und Behandlungen angewiesen sein.

- Hormonelle Störungen - In der Pubertät steigt der Androgenspiegel plötzlich an. Empfindliche Personen reagieren darauf mit einer gesteigerten Talgproduktion und Mitesser entstehen. Bei Frauen sind während der Menstruation die Gelbkörperhormone (Gestagene) für die Hautunreinheiten zuständig, weil diese Hormone eine androgene Wirkung haben. Aus diesem Grund können einige Arten von Antibabypillen den Hautzustand verschlechtern. Vorteilhafter für die zu Akne neigende Haut sind Antibabypillen mit "antiandrogener" Wirkung.

Die nicht medizinisch kontrollierte Einnahme von Hormonen, zum Beispiel zur Steigerung der Muskelmasse (bei Bodybuildern oder Leistungssportlern) kann besonders schwere Formen der Akne auslösen.

- Stress - In Stresssituationen werden Stresshormone ausgeschüttet, die die Funktion der Talgdrüsen negativ beeinflussen können.

- Ernährung -  Der Einfluss der Ernährung auf die Entwicklung der Akne wurde lange Zeit nicht erkannt. Seit einigen Jahren wurde jedoch nachgewiesen, daß die "moderne" Ernährungsweise bei entsprechend veranlagten Personen zur Entstehung von Akne führt. Milch und bestimmte Milchprodukte, sowie Nahrungsmittel mit hohem glykämischen Index begünstigen die Entstehung von Akne.

- Ungeeignete Pflegemittel : Pflegemittel, die zu ölig sind, können das zu Akne neigende Hautbild verschlechtern.

- Andere Faktoren : Rauchen und Alkoholkonsum haben einen negativen Einfluss auf die Funktion der Talgdrüsen.

 

Welche Regionen sind von der Akne betroffen ?

Regionen, die viele Talgdrüsen enthalten, können die typischen Veränderungen der Akne entwickeln. Üblicherweise sind es Gesicht, Dekolette und Rücken.

Eine spezielle Form von Akne, die seltener Auftritt, aber gelegentlich sehr schwere Verläufe aufweist, ist die Akne inversa, die Beugen (Achseln, Leisten und Gesäßregion) betrifft.

 

Diagnose

In der Regel ist das Auftreten von Mitessern und Pickeln an den "gewöhnlichen" Stellen leicht als Akne zu erkennen. Um andere Hautkrankheiten auszuschließen und eine optimale Behandlung einzuleiten, ist eine Vorstellung beim Hautarzt sinnvoll.

 

Formen der Akne

Die Akne wird nach Ausprägung des Krankheitsbildes eingeteilt:

- Acne comedonica: wenn Mitesser das Krankheitsbild prägen

- Acne papulopustulosa : entzündliche Pusteln (mit Eiter gefüllte Bläschen) und Papeln ( entzündliche Knötchen) prägen das Krankheitsbild. Diese Hautveränderungen können zu bleibenden Vernarbungen führen.

- Acne conglobata : die Knötchen werden immer größer, tiefer und entwickeln sich zu Abszessen. Diese Entzündungen sind schmerzhaft, dauern Monate an und hinterlassen immer Narben. Das narbige Gewebe neigt seinerseits vermehrt zu Entzündungen.

 

Behandlungsmöglichkeiten

- Manuelle Aknetherapie

- Äußerliche Mittel

- Mikrodermabrasion

- Lichtbehandlungen gegen Akne: WIRA, Blue Light, IPL, PDT

- Peeling

- Radiofrequenz

- Innere Mittel - medikamentöse Behandlung (Antibiotika, Hormonpräparate, Vitamin-A-Säure Präparate)

 

Bei leichten Formen von Akne reicht es häufig, eine geeignete Hautpflege zu benutzen. Weil hier häufig Fehler gemacht werden, bieten wir Ihnen eine professionelle Hautanalyse, verbunden mit einer Pflegeberatung an. Der Hautzustand wird genau gemessen und die Ergebnisse gespeichert. Die für Ihren Hauttyp und Hautzustand geeigneten Mittel und  Pflegemaßnahmen, die einer Verschlechterung der Akne entgegenwirken, werden ausführlich erklärt.

Bei ausgeprägteren Akneformen sind Kombinationsbehandlungen, die mehrere Komponenten beeinflussen, sinnvoll. Das optimale, individuelle Vorgehen zur Heilung der Akne wird gemeinsam mit Ihnen, im Rahmen eines Untersuchungs- und Beratungstermins festgelegt.

 

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